Matura 2009 z języka niemieckiego r 6

Matura 2009

Zadanie 6. (5 pkt)
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TRANSKRYPCJA

Zadanie 6.

KULTURTAGE IN EINEM KLEINEN DORF

Die zuständige Bibliothekarin ruft an und fragt, ob du zu diesem Termin Zeit für eine Lesung hättest. Du freust dich, dass du in diesem Dorf bekannt bist. Du nimmst die Einladung dankend an. „Wir können leider nicht viel zahlen“, sagt die Bibliothekarin, „aber wir sind alle sehr literaturinteressiert.“ Vor deinen Augen erscheint ein kleines Dorf voll Auserwählter, und du lässt dich auf ein Honorar ein, das einer karitativen Spende entspricht. Als du ankommst, singt im Veranstaltungssaal bereits der Gemeindechor Volkslieder.

Niemand hat dich gefragt, ob du möchtest, dass deine Lesung musikalisch umrahmt wird. Dir wird bewusst, dass du die am wenigsten passenden Texte mitgenommen hast. Ein paar Hoffnungen setzt du auf neu eintreffende Besucherinnen, aber schnell wird dir klar, dass auch diese Frauen nicht deinetwegen gekommen sind. „Noch nie etwas von Ihnen gelesen, wir sind da, weil die Bibliothekarin uns darum gebeten hat“, sagen sie.

Die Bibliothekarin ist eine engagierte Frau. Sie hat ein kleines Buffet organisiert und dafür gesorgt, dass ein offizieller Vertreter aus der Gemeinde anwesend ist. In der ersten Reihe sitzt zwar nicht der Bürgermeister selbst, aber der für Kultur zuständige Mitarbeiter. Er weist in seiner Eingangsrede stolz darauf hin, wie erfolgreich die dörflichen Kulturtage bisher verlaufen sind, das Blasmusikkonzert sei ein großer Erfolg gewesen und der Kabarettist sei beim Publikum sehr gut angekommen. „Heute sind nicht so viele Leute hier, aber sie sind dafür umso gespannter“, meint er tröstend.

Während der Lesung nickt er ständig mit dem Kopf, was du überrascht als Zustimmung interpretierst, bis sich herausstellt, dass es Ausdruck seiner Müdigkeit ist. Als du das zweite Mal umblätterst, kann der Mann ein Gähnen nicht mehr unterdrücken, als du das vierte Mal umblätterst, schläft er kurz ein. Am Schluss der Lesung klappst du das Buch laut zu, damit er seine Schlussrede nicht verpasst.

Der Kulturbeauftragte will alle zum Buffet dirigieren, aber da hat jemand noch Fragen, kluge Fragen. Es entspinnt sich eine rege Diskussion, an der sich auch die Chormitglieder beteiligen. Plötzlich ist Stimmung im Saal. Es wird argumentiert, Kontra gegeben und zwischendurch gelacht. Du merkst, du bist mitten im literarischen Leben. Später am Buffet stößt du mit dem Kulturchef auf die gelungenen dörflichen Kulturtage an.

nach: Wiener Zeitung, 16. November 2007

6.1. Warum war die Frau mit einem bescheidenen Honorar einverstanden?
A. Sie hoffte auf den Verkauf ihrer Bücher.
B. Sie wollte das Provinzleben kennenlernen.
C. Es wurde ihr gesagt, dass sie im Dorf bekannt ist.
D. Sie erfuhr, dass sich dort alle für Literatur interessieren.

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6.2. Warum war sie nach der Ankunft enttäuscht?
A. Das Konzert vor der Lesung dauerte zu lange.
B. Sie bemerkte, dass sie einen der Texte vergessen hatte.
C. Die Gäste sind nicht ihretwegen gekommen.
D. Ihr Werk kannten nur zwei Besucherinnen.

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6.3. Wie verlief der Abend?
A. Die Eingangsrede des Abends hielt die Bibliothekarin.
B. An dem Kulturabend nahm der Bürgermeister teil.
C. Der Auftritt des Kabarettisten war der größte Erfolg des Abends.
D. An dem Abend nahmen weniger Gäste teil als sonst.

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6.4. Warum schlug die Autorin am Ende der Lesung das Buch etwas lauter zu?
A. Das geschah aus Versehen.
B. Sie wollte den Schlussredner wecken.
C. Das war als Schlusszeichen abgesprochen.
D. Sie war vor Müdigkeit unaufmerksam.

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6.5. Was geschah nach der Lesung?
A. Die Zuschauer haben eifrig diskutiert.
B. Der Chor sang ein paar Lieder.
C. Die Autorin verließ unbemerkt den Raum.
D. Alle Zuschauer rannten zum Buffet.

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