Matura 2008 z języka niemieckiego r 7

Matura 2008

ROZUMIENIE TEKSTU CZYTANEGO I ROZPOZNAWANIE STRUKTUR LEKSYKALNO-GRAMATYCZNYCH

Zadanie 7. (4 pkt)
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SCHICKSALSWENDE IN TIEFER SEE

Er war einer der ganz Großen unter den Freitauchern. Ohne Sauerstoffflasche, mit angehaltenem Atem, so hat Benjamin Franz, der Holzschnitzer aus Wilmering, Rekorde
gebrochen. Sechsmal war er Weltmeister. Beinahe hätte ihn die Sucht nach der Tiefe dann aber doch zerstört: Während eines Trainings erlitt Franz einen Schlaganfall. An jenem 21. Juli 2002 begann für ihn ein neues Leben. Mit der gleichen Leidenschaft, die ihn in die Tiefen gezogen hatte, setzte er sich ein neues Ziel: Jetzt will er es als Fotograf zu hoher Perfektion bringen. Neulich hatte er sein erstes großes Erfolgserlebnis: Er hat seine 22 großformatigen Fotografien ausgestellt. Die Anerkennung durch das Publikum war für ihn so, „als ob man einen Weltrekord schafft“.

Nach dem Schlaganfall hatte er die Sprache verloren, konnte nicht mehr lesen, nicht mehr schreiben. Sein rechter Arm und sein rechtes Bein waren gelähmt. Ein halbes Jahr saß er im Rollstuhl. Die Rehabilitation begann er mit solcher Energie, dass er 2004 beim Nürnberger Stadtlauf die Strecke von 21 Kilometern in drei Stunden schaffte. Seine Frau Birgit freute sich mit ihrem Mann genau so, wie sie zuvor all die Taucherfolge gefeiert hatte. Schon als Kind schnorchelte Benjamin Franz in den Baggerseen rund um sein Dorf. Mit 20 trat er in den Taucherklub ein. Da sah er den Film „Im Rausch der Tiefe“, der von Weltrekord-Freitauchern erzählt. Er hielt das für einen Wink des Schicksals. 1995 erreichte er im Attersee erstmals eine Tiefe von 27 Metern. Zwei Jahre später stellte er mit 45 Metern den damaligen deutschen Rekord auf. Aus dem Sport wurde sein Beruf: Er gab seine Festanstellung in der Möbelschreinerei auf und fand Geldgeber für die Tieftauchgänge. Bei dem 165-Meter-Weltrekordversuch, den er wegen seines Unfalls aufgeben musste, wäre er etwa vier Minuten unter Wasser gewesen.

Mit dem Schlaganfall hat er sich wenig beschäftigt. Das könnte auch Selbstschutz sein. Die Sprache hat er längst wieder gefunden, sein rechtes Bein aber ist immer noch nicht trittsicher. Die rechte Hand hat viel zu wenig Kraft für die Arbeit mit dem Schnitzmesser. Er lebt mit 36 Jahren von einer kleinen Rente. Finanziell, sagt Franz „war es vorher knapp, und jetzt ist es auch knapp“. Seine Frau Birgit hilft ihm gelegentlich, wenn er Vorträge hält. Vor allem ist er aber Hausmann. Zwei Jahre lang hat sich alles nur um den Unfall gedreht und darum, wie man da wieder rauskommt. „Jetzt nehme ich mir viel Zeit fürs Fotografieren. Denn eins ist sicher: Als Fotograf bin ich einem nicht behinderten Menschen absolut ebenbürtig.“

Er macht einen zufriedenen Eindruck: Die Entwicklung, die er genommen hat, ist nicht zu verachten.

nach: Süddeutsche Zeitung, 30.01.2007

7.1. Welche sportlichen Erfolge hatte Benjamin Franz?
A. Er war mehrmals Weltmeister im Freitauchen.
B. Er war Sieger im Nürnberger Stadtlauf.
C. Sein Rekord als Freitaucher sind 4 Minuten unter Wasser.
D. Er war deutscher Meister im Schwimmen.

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7.2. Was erfahren wir über seinen Schlaganfall?
A. Infolge des Schlaganfalls konnte er weder sprechen noch schreiben.
B. Die Rehabilitation dauerte ein halbes Jahr.
C. Der Unfall passierte bei dem Versuch, einen Rekord zu schlagen.
D. Er hat Probleme, seinen gesundheitlichen Zustand zu akzeptieren.

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7.3. In welchem Beruf hat Benjamin Franz vor seiner Sportkarriere gearbeitet?
A. Er arbeitete in einem Fotoladen.
B. Benjamin Franz war Sportlehrer.
C. Er war nie fest angestellt.
D. Er war in einer Tischlerwerkstatt beschäftigt.

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7.4. Was wissen wir über seinen aktuellen Lebensunterhalt?
A. Er lebt vom Verkauf seiner Unterwasseraufnahmen.
B. Er lebt bescheiden von seiner Rente.
C. Er hilft seiner Frau Birgit finanziell bei Ausstellungen.
D. Er arbeitet in Teilzeit als Hausmeister.

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