Matura 2007 z języka niemieckiego r 6

Matura 2007

Zadanie 6. (5 pkt)
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TRANSKRYPCJA

Zadanie 6.

ALS UNSER SOHN VERSCHWAND, GLAUBTEN WIR, VOR SCHMERZ VERRÜCKT ZU WERDEN

Seit Monaten schon lagen wir mit Alexander im Clinch. Er wollte die Schule abbrechen und sein Geld als Schlagzeuger verdienen. Wir drängten ihn aber, das Abitur zu machen. Eine schlimme Zeit, in der wir merkten: Unser Sohn entgleitet uns immer mehr, wir kommen nicht mehr an ihn heran.

Mein Mann Bernd war, wie ich, müde von den Diskussionen, die wir mit unserem Sohn geführt hatten. Alexander wollte mit 17 vorzeitig die Schule erlassen. „Ich brauch’ kein Abi, ich bin Künstler“, sagte er. Er spielte in einer Band Schlagzeug.

Er färbte sein Haar rotgrün, riss Löcher in neue, teure Jeans, die er absichtlich zu groß kaufte und herunterhängen ließ. Er fand das „hip“. Uns fehlte jedes Verständnis. Wir sind eher bodenständig, haben ein Elektrogeschäft in einer kleinen Stadt. Dort kennt uns jeder – und auch unseren ausgeflippten Sohn.

Wir flehten ihn förmlich an: „Lern doch erst einmal etwas Anständiges – die Musik läuft dir doch nicht weg!“ Aber seine Reaktion war immer dieselbe: „Ihr versteht gar nichts!“ Und jetzt war Alexander spurlos verschwunden.

Es war wie ein Fieber, das uns zu Boden warf. Wir telefonierten mit all seinen Freunden. Doch Fehlanzeige. Als unser Sohn auch am zweiten Tag nicht nach Hause kam, meldeten wir ihn als vermisst. Da hatten wir bereits 48 Stunden kein Auge zugetan, nur am Küchentisch gesessen und gewartet.

Aber aus dem Labyrinth von Ängsten und Selbstvorwürfen fanden wir nicht heraus. Wir hätten mit ihm einen Weg finden müssen, seine Leidenschaft und eine Ausbildung unter einen Hut zu bekommen! Wir waren zu kleinlich. Wir haben ihm nicht genug Verständnis signalisiert!

Eines Tages dann saßen Bernd und ich in Alexanders Zimmer und hörten Musik. Da klingelte es an der Tür. Es war die Polizei: „Ihr Sohn wurde in Berlin gesehen.“ Diese Nachricht war wie eine Erlösung. Wir fuhren sofort hin, liefen Musikkneipen ab, fragten nach ihm und zeigten Fotos. Ohne Erfolg. Inzwischen waren wir jedes Wochenende
dort.

Gestern haben wir ihn endlich gefunden! Wir können Alexander wieder in unsere Arme schließen.

nach: Lisa, 27/2001

6.1. Alexander hatte Streit mit den Eltern, weil
A. er schlechte Noten in der Schule hatte.
B. er andere Lebenspläne als die Eltern hatte.
C. sein Mädchen den Eltern nicht gefiel.
D. sie ihm verboten, in einer Band Schlagzeug zu spielen.

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6.2. Seine Eltern
A. sind bekannte Bürger in einer kleinen Stadt.
B. brauchen die Hilfe des Sohnes in ihrem Geschäft.
C. waren seinem Aussehen gegenüber tolerant.
D. wollten für den Sohn eine andere Schule finden.

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6.3. Als Alexander verschwunden war,
A. meldeten die Eltern ihn als vermisst.
B. suchte die Mutter Hilfe bei einem Psychologen.
C. riefen seine Freunde jeden Tag an.
D. verließ die Mutter alleine das Haus, um den Sohn zu suchen.

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6.4. Die Flucht des Sohnes
A. verschärfte den Konflikt in der Familie.
B. führt zu schweren Selbstvorwürfen der Eltern.
C. machte die Eltern dem Sohn gegenüber gleichgültig.
D. verursachte eine schwere Krankheit der Mutter.

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6.5. Die Eltern suchten den Sohn persönlich, und zwar
A. überall in Deutschland.
B. in den Musikkneipen ihres Wohnortes.
C. bei einem Rockmusiker in Berlin.
D. dort, wo er zuletzt gesehen worden war.

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