Matura 2006 z języka niemieckiego r 9

Matura 2006

Zadanie 9. (8 pkt)
Zapoznaj się z treścią zadania (9.1. – 9.8.). Po dwukrotnym wysłuchaniu rozmowy z biologiem wybierz właściwe, zgodne z jej treścią dokończenia zdań, zakreślając literę A, B, C lub D. Za każde poprawne rozwiązanie otrzymasz 1 punkt.

TRANSKRYPCJA

Zadanie 9.

Reporterin: La Jolla, Kalifornien, sieben Uhr morgens Ortszeit. Vor einem anstrengenden Tag im Labor schnappt sich der Biologe Dirk Büscher das Surfbrett und geht hinunter zum Strand. Eine knappe Stunde Wellenreiten im Pazifik, danach sind embryonale Stammzellen und Zebrafische dran. Dirk untersucht beide Systeme am Salk Institute in San Diego. Dirk, du bist jetzt 39, lebst und forschst in Kalifornien. Hast du dir deinen Lebenstraum erfüllt?
Dirk: Einerseits ja. Das Leben hier ist wirklich locker: zwei Minuten Fußweg bis zum Strand, nette Leute, tolles Wetter. Doch der Berufsalltag ist hart: 50 bis 70 Stunden pro Woche sind normal, geregelte Arbeitszeiten existieren meist nicht. Das Labor ist fast schon mein Zuhause.
Reporterin: Du hast in Deutschland Biologie studiert. Warum hast du dich für dieses Fach entschieden?
Dirk: Biologie ist ein interessantes Studium, weil es so breit gefächert ist: Mikrobiologie, Botanik, Zoologie, Genetik, Molekularbiologie etc. Der Nachteil: Es bedarf einiger Zeit, um herauszufinden, was einen interessiert. Wenn man allerdings erst während der Diplomarbeit merkt, wie der
Forschungsalltag wirklich aussieht, kann es schon zu spät für einen Rückzieher sein. Daher sollte man unbedingt Praktika in Labors machen.
Reporterin: Wie bist du nach Kalifornien gekommen?
Dirk: Schon während meines Studiums habe ich Kontakte mit amerikanischen Universitäten aufgenommen und bin für ein Jahr nach Boston gegangen. Nach
meiner Doktorarbeit und einer ersten Stelle an der Medizinischen Hochschule Hannover bekam ich dann einen Laborplatz hier am Salk Institute. Ich rate
jedem Studierenden, die Möglichkeiten ins Ausland zu gehen, unbedingt zu nutzen.
Reporterin: War es schwer, diese Stelle zu bekommen?
Dirk: Nein. Als Biologe ist es sehr einfach, in der Welt herumzukommen. Befristete Arbeitsverträge sind leicht zu erhalten. Viele Institute und Firmen bieten Biologen Arbeitsplätze. Mit ein wenig Eifer und Begabung sind Stipendien unproblematisch. Diese können erst mal eine Vorbedingung sein, um überhaupt irgendwo unterzukommen. Man muss aber seine Ziele im Auge behalten, sonst wird man zum Weltenbummler.
Reporter: Also sollte man seine Karriere als Vollblutbiologe rechtzeitig durchplanen?
Dirk: Auf jeden Fall mit einer gewissen Zielvorstellung. Denn gerade in Deutschland herrscht der Jugendwahn: Die Industrie will junge Doktoren und Doktorinnen. Der akademische Weg verlangt als Eintrittskarte Publikationen und Auslandserfahrung – am besten mehrere Jahre Amerika in einem renommierten Labor – und man muss ebenfalls „jung sein“.
Reporterin: Dein Fazit?
Dirk: Das Studium war nett und unbeschwert, der Lebensstil war interessant und ich möchte die Amerikajahre nicht missen. Weil aber doch die Sehnsucht nach Europa brennt, nehme ich die Möglichkeit wahr, bei einem jungen Biotech- Unternehmen in Madrid weiterhin im Bereich Zelltherapie zu forschen. Damit habe ich auch noch den Sprung in die Industrie geschafft.

nach: „Life & Science”, Mai-Juli 2004

9.1. Dirk Büscher ist mit seinem Leben in den USA
A. absolut zufrieden.
B. teilweise zufrieden.
C. völlig unzufrieden.
D. nach wie vor unzufrieden.

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9.2. Vor dem anstrengenden Arbeitstag
A. reitet er am Strand.
B. taucht er im Pazifik.
C. surft er im Pazifik.
D. joggt er am Strand.

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9.3. Im Institut, wo Dirk Büscher angestellt ist,
A. sind Überstunden normal.
B. arbeitet man höchstens 50 Stunden pro Woche.
C. hat man normalerweise geregelte Arbeitszeiten.
D. arbeitet man weniger als üblich.

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9.4. Der Forscher
A. bereut es heute doch, Biologie als Studienfach gewählt zu haben.
B. rät den Studierenden, Praktika in Labors erst nach dem Studium zu machen.
C. findet es unproblematisch, Weltenbummler geworden zu sein.
D. empfiehlt den Studierenden, im Ausland zu arbeiten.

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9.5. Biologen sind in der Welt
A. kaum gefragt.
B. wenig gefragt.
C. sehr gefragt.
D. ab und zu gefragt.

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9.6. Der junge „Vollblutbiologe“, der seine wissenschaftliche Karriere rechtzeitig durchplant,
A. sollte eigene Texte veröffentlichen.
B. sollte zum Weltenbummler werden.
C. muss einen Antrag auf ein Stipendium stellen.
D. sollte maximal ein Jahr in der Industrie praktizieren.

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9.7. Dirk Büscher wird bald in ein junges Biotech-Unternehmen in Madrid wechseln, weil er
A. in einem anderen Bereich forschen will.
B. in einem kleineren Labor arbeiten will.
C. Heimweh nach Europa hat.
D. sich geregelte Arbeitszeiten wünscht.

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9.8. Am Beispiel des deutschen Biologen wird hauptsächlich dargestellt,
A. dass Auslandserfahrung wichtig für die berufliche Entwicklung ist.
B. dass es für die jungen Deutschen schwer ist, im Ausland zu studieren.
C. in welchen Fächern die Auslandserfahrung für Deutsche von Bedeutung ist.
D. wie ein Biologiestudium in den USA durch Kredite zu finanzieren ist.

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