Ćwiczenia online

Matura 2006

ROZUMIENIE ZE SŁUCHU

Zadanie 8. (7 pkt)
Zapoznaj się z treścią zadania. Po dwukrotnym wysłuchaniu wywiadu z pediatrą, które z podanych informacji (8.1. – 8.7.) są zgodne z jego treścią (richtig – R), a które nie (falsch – F). Zaznacz znakiem X właściwe miejsca w tabeli. Za każde poprawne rozwiązanie otrzymasz 1 punkt.

TRANSKRYPCJA

Zadanie 8.

Reporterin: Kinder brauchen keine intakte Familie. Hauptsache, es ist überhaupt jemand für sie da. Der Kinderarzt Remo Largo provoziert mit neuen Thesen. Diese haben heftige Reaktionen der allein erziehenden Mütter hervorgerufen. Wir haben Dr. Largo eingeladen, damit er uns seine Thesen erklärt. Sie schreiben in Ihrem neuen Buch über „Glückliche Scheidungskinder“. Ist das nicht zu positiv gesehen?
Remo Largo: Wir haben für unser Buch viele Interviews geführt. Sie belegen, dass eine Scheidung Kinder nicht zwangsläufig unglücklich macht. Und eine intakte, traditionelle Familie ist keine Garantie für eine glückliche Kindheit. Es kommt auf die Qualität der Beziehungen an, nicht auf das Familienmodell. Es gibt Kinder, die nach einer Scheidung genauso glücklich aufwachsen wie die anderen. Gott sei Dank. Denn immerhin sind heute ein Sechstel aller Kinder Scheidungskinder. Nur die Politiker tun immer noch so, als ob die Gesellschaft nur aus funktionsfähigen Familien bestehen würde.
Reporterin: Aber direkt nach einer Trennung kann doch niemand glücklich sein?
Remo Largo: Das stimmt natürlich. Die Zeit gleich nach der Scheidung ist Stress. Das wollen wir auch gar nicht verharmlosen. Aber wie fühlen sich die Kinder in den Jahren danach? Darum ging es uns.
Reporterin: Was brauchen Scheidungskinder denn am allermeisten, um glücklich zu werden?
Remo Largo: Zeit! Die Eltern müssen sich Zeit nehmen. Und sie müssen es schaffen, mit dem Ex-Partner einigermaßen ins Reine zu kommen, die Trennung zu bewältigen. Viele Eltern kriegen das auch ganz gut hin, ohne großen Krach. Aber von denen spricht eigentlich keiner, was ich bedaure.
Reporterin: Trotzdem, bei vielen herrscht tatsächlich nach einer Trennung ständig Streit …
Remo Largo: Ja, solche Paare gibt es leider auch. Mütter und Väter, die ihre Wut vor dem Kind rauslassen. Die meinen, es reicht, dem Kind zu sagen: Wir streiten, aber das hat nichts mit dir zu tun. Die Kinder leiden aber unter den negativen Gefühlen der Eltern. Sie beziehen sie immer auf sich, fühlen sich abgelehnt und können sich nicht dagegen abgrenzen. Für ein Kind ist es sehr wichtig, dass die Eltern auf Dauer einen Weg finden, ohne Hass miteinander auszukommen und einander als Eltern sogar zu unterstützen. Solche Eltern gibt es zum Glück auch.

nach: www.brigitte.de/frau/familie/dossier_scheidung/, 18.09.2004

8.1. Ein Anlass zum Interview waren die umstrittenen Ansichten von Dr. Largo, die er in seinem Buch zum Ausdruck bringt.

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8.2. Die Grundlage für die Publikation waren seine eigenen Erfahrungen.

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8.3. Der Arzt behauptet, auch Scheidungskinder könnten eine glückliche Kindheit haben.

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8.4. Die Politiker nehmen das Problem wahr, dass die Familienverhältnisse oft gestört sind.

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8.5. Remo Largo meint, die Bewältigung der Trennung durch die Eltern sei wichtig.

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8.6. Wenn das Kind genau weiß, warum die Eltern streiten, ist es beruhigt.

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8.7. Dr. Largo meint, dass gute Beziehungen zwischen den Eltern nach der Scheidung eine bedeutende Rolle im Leben eines Kindes spielen.

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Roman Rzadkowski - autor